ICL Linsen (Implantierbare Kontaktlinsen) als sichere Alternative zum Augenlasern

Der allgegenwärtige Laser hat die Sehkorrektur revolutioniert – aber er ist nicht die einzige Option für alle Betroffenen. Bei sehr dünnen oder abnormal geformten Hornhäuten oder anhaltend trockenen Augen können implantierbare Kontaktlinsen (ICLs) die richtige Wahl sein. Lassen Sie sich in der Augenklinik und dem Lasikzentrum am Gendarmenmarkt beraten, ob auch für Sie die Linsenimplantation in Frage kommt.

Was sind ICL Linsen (Implantierbare Kontaktlinsen) und was bewirken sie?

Der Hornhautchirurgie sind durch die vorhandene Hornhautdicke (im Zentrum circa 0,5 mm) Grenzen gesetzt. Bei hohen Fehlsichtigkeiten kann der Laser mittels LASIK nicht mehr den gesamten Brechkraftfehler korrigieren. Ab einer Kurzsichtigkeit von >-10,0 dpt., bzw. Weitsichtigkeit >+4,0 dpt. ist der Laserabtrag mittels LASIK in der Hornhaut zu groß. In diesem Fall kann eine zusätzliche Linse in das Auge implantiert werden.

ICLs sind flexible Kunststofflinsen, die Ihre natürliche Linse ergänzen und die Brechungs- oder Fokussierungsprobleme des Auges beheben. Die ICL korrigiert Kurzsichtigkeiten bis -18,0 dpt, Weitsichtigkeiten bis +10,0 dpt und Hornhautverkrümmungen bis zu 6,0 dpt. Sie sind praktisch unsichtbar und nach der Implantation so konzipiert, dass sie jahrzehntelang für klare Sicht sorgen. Die Linsen verfügen über hervorragende optische Eigenschaften und bestehen aus höchst bioverträglichem Material. Darüber hinaus bieten diese Implantate eine gute Vorhersagbarkeit des Ergebnisses.
Ein weiterer Vorteil für unsere Patienten bei dieser Behandlungsmethode ist, dass ICLs auf Wunsch reversibel/entfernbar sind. Die Phake-Linsenimplantation bietet sich somit für junge Patienten an, deren eigene Linse noch die Naheinstellungsfähigkeit besitzt und damit noch keine Lesebrille erforderlich ist (Akkomodation).

Die Operation erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung. Die Dauer des Eingriffes beträgt lediglich wenige Minuten. Zunächst wird mit einem Diamantmesser ein lediglich 3 mm breiter Schnitt angelegt, durch den dann die Kunstlinse in das Auge eingeführt wird. Im Gegensatz zur LASIK-Behandlung wird an einem Tag nur ein Auge operiert. Die Operation des zweiten Auges erfolgt wenige Tage später.

Für wen empfehlen sich ICL Linsen?

Mit der Linsenimplantation bietet die Augenklinik und Lasikzentrum am Gendarmenmarkt Berlin-Mitte eine hervorragende Alternative:

  • für kurzsichtige Patienten ab -1 Dioptrie bis -18 Dioptrien
  • für weitsichtige Patienten ab +1 Dioptrie bis +10 Dioptrien
  • wenn der Refraktionsfehler mit Astigmatismus kombiniert ist
  • bei gleichbleibender Brillen- bzw. Kontaktlinsenstärke seit mindestens einem Jahr.
  • wenn Ihr Auge die entsprechenden anatomischen Voraussetzungen erfüllt.
  • wenn Sie für eine Laserbehandlung nicht in Frage kommen.

Im Gegensatz zu einer Kontaktlinse bleibt die ICL permanent im Auge, kann aber jederzeit ausgetauscht werden. Sie befindet sich zwischen der Iris und der natürlichen Linse. In Zusammenarbeit mit Ihrer natürlichen Linse sorgt die implantierte Linse dafür, dass das Licht richtig auf die Netzhaut fokussiert wird und Sie wieder klar sehen können. Die Methode wird mittlerweile seit über 25 Jahren angewendet und gilt in Fachkreisen als sichere Praxis zur Behandlung von Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Astigmatismus.

Einsatz von ICL Linsen in der Augenklinik und Lasikzentrum am Gendarmenmarkt

Das Verfahren der Implantation gilt weithin als eine sichere und schnelle Operation, die unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. Es werden minimal invasive Techniken verwendet, um einen winzigen Einschnitt in die Hornhaut zu machen und die Linse zu implantieren. Die neue Linse besteht in der Regel aus Collamer, einem Material, das leicht gefaltet werden kann, um es sicher in das Auge zu implantieren. Während der Operation wird es hinter die Iris eingeführt. Die natürliche Linse bleibt an ihrem Platz, und die ICL wird exakt davor positioniert. Der kleine Schnitt muss nicht genäht werden und heilt in der Regel schnell. Schon kurz nach der Operation können die meisten Patienten ohne Brille wieder scharf sehen. Die visuelle Rehabilitation ist somit deutlich schneller als nach einem laserchirurgischen Eingriff. Zur Unterstützung der Heilung kann Ihnen Ihr Arzt für kurze Zeit einen Verband, eine Augenklappe oder eine Brille anlegen. In den ersten Wochen können die Augen etwas lichtempfindlicher sein als sonst.
Sollten Sie sich für die Möglichkeit implantierbarer und reversibler Linsen als Alternative zu Kontaktlinsen, zur Brille oder Lasik-OP interessieren, nehmen Sie ganz einfach Kontakt zu unseren Experten auf. Wir beraten Sie gerne!

In welchen Fällen sollte die Linse nicht implantiert werden?

  • wenn Sie unter chronischen Augenentzündungen oder anderen Augenerkrankungen leiden.
  • während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit
  • wenn Ihre Hornhaut die medizinischen Voraussetzungen nicht erfüllt, z.B. weil die Dichte der Endothelzellen geringer als erforderlich ist.